Internationale Bauausstellung Emscher Park
Das Ruhrgebiet: eine Industrieregion verändert ihr Gesicht. Die Internationale Bauausstellung Emscher Park half dabei. Dabei war die IBA keine Ausstellung im herkömmlichen Sinne sondern ein Zukunftsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen für das nördliche Ruhrgebiet – die Emscher-Region. 1989 wurde die IBA Emscher Park für eine Laufzeit von zehn Jahren gegründet mit der Aufgabe, mit neuen Ideen und Projekten Impulse zu setzen. Das Ziel: städtebauliche, soziale, kulturelle und ökologische Maßnahmen als Grundlagen für den wirtschaftlichen Wandel in einer alten Industrieregion.
In diesem Prozess des Strukturwandels arbeitete die Emscher Park Bauausstellung mit vielen Partnern auf einer breiten Basis: mit den Gemeinden, den Unternehmen, den Verbänden, Initiativen und Bürgern. Die 17 Kommunen des Ruhrgebiets traten der Bauausstellung bei ihrer Gründung per Ratsbeschluss bei, dazu zählten: Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Bottrop, Essen, Gladbeck, Bochum, Gelsenkirchen, Recklinghausen, Herne, Herten, Castrop-Rauxel, Waltrop, Lünen, Dortmund, Kamen und Bergkamen.
Bis 1999 wurden rund 120 Projekte in sechs zentralen Arbeitsbereichen entwickelt und realisiert. Die Emscher Park Bauausstellung war dabei ein Prozess mit vielen Akteuren. In diesem komplexen Rahmen agierte die IBA GmbH als Moderator und häufig auch als Initiator. Die Verantwortung für die einzelnen Projekte lag jeweils bei den „Trägern" - in der Regel die Kommunen, aber auch Unternehmen oder Initiativen.